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Ein neues Wirtschafts-, Finanz-, Währungs- und Gesellschaftssystem, der Valorismus, nimmt niemandem etwas, sondern eröffnet auf der Grundlage von echten und realen Werten noch mehr und neue Möglichkeiten.

Der Valorismus Der Kapitalismus wird durch ein neues Wirtschaftssystem auf Grundlage von realen Werten abgelöst

Es ist Zeit zu handeln. Das bisherige Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, in welchen Schattierungen auch immer, und mit ihm das Finanz- und Geldsystem sind am Ende. Es werden keine Lösungen geschaffen, sondern immer mehr und neue Probleme, die existenzbedrohend für die Menschen und unseren Planeten sind. Es gilt nicht, die Zukunft zu gestalten, sondern die Gegenwart, sonst gibt es keine Zukunft mehr.

An dieser Stelle will ich mich nicht damit aufhalten, die Probleme aufzuzählen, und ich will mich schon gar nicht in die Reihe derer einreihen, die immer schon alles gewusst und davor gewarnt haben – deren Warnungen aber verpufft sind. Verantwortung übernehmen bedeutet Handeln. Handeln bedeutet, etwas Neues und Besseres zu gestalten, mit ganzer Kraft. Mit ganzer Kraft und gegen Widerstände derer, die etwas erhalten wollen, aus welchen Gründen auch immer, dessen Ablaufdatum gekommen ist.

Als ich vor einigen Jahren begann, meine Idee in einem kleinen Kreis und auch verhalten über das Web öffentlicher zu machen, bekam ich eine kurze Frage von einem Internetnutzer aus den USA gestellt: „Willst du den Kapitalismus abschaffen?“ Einer meiner damaligen Mitstreiter antwortete an meiner Stelle, dass das ganz und gar nicht „meine“ Absicht sei. Obwohl er es hätte besser wissen müssen, jagte ihm die Frage aus dem großen kapitalistischen Amerika offenbar so viel Angst ein, dass er es verneinte.

Ich habe hingegen nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich den Kapitalismus für einen Dinosaurier halte, der einer neuen und besseren Wirtschafts- und Gesellschaftsform Platz machen muss. Dafür braucht es keine Revolution und nicht einmal einen Asteroideneinschlag, sondern nur einen evolutionären Prozess, der durch eine überzeugende, am gesunden Menschenverstand und an praktischem Handeln orientierten Idee eingeleitet wird. Für manche, selbst in den eigenen Reihen, mag die Vorstellung erschreckend sein, wenn der Dinosaurier verendet, aber noch erschreckender wäre es, wenn nichts geschieht und wir mit zugrunde gingen.

Wir müssen den Kapitalismus nicht abschaffen, denn er wird von selbst und aus sich selbst heraus vertrocknen, wenn auch seine hartnäckigsten Protagonisten erkennen werden, dass ein neues Wirtschafts-, Finanz-, Währungs- und Gesellschaftssystem, das ich den verantwortungsvollen Valorismus, oder kurz Valorismus, nenne, ihnen nichts nimmt, sondern ihnen auf der Grundlage von echten und realen Werten noch mehr und neue Möglichkeiten eröffnet. Zu ihrem eigenen Wohl, und zum Wohle aller. Bis dahin werden aber noch einige Widerstände zu überwinden sein, und wir müssen darum kämpfen und praktisch beweisen, dass es neu und anders möglich ist.

Wenn hier die Rede von einem neuen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem ist, das sich entwickeln wird, dann muss uns auch bewusst sein, dass die Evolution der Herrschafts- und Regierungsformen damit einhergehen wird. Von einer zukünftigen Weltregierung zu sprechen, erscheint mir an dieser Stelle noch zu früh, aber der Valorismus wird durch die dafür notwendige Initiative, das organisatorische Werkzeug, das ihn schaffen soll und das ich nachfolgend beschreiben werde, zu einer wirtschaftlichen Teilhabe aller und einer Mit- und Selbstbestimmung führen, die fraglos Einfluss auf die politischen Strukturen haben wird. Auch dafür soll noch ein Realisierungsmodell und der Weg dorthin beschrieben werden.

Nehmen wir noch einmal den Vergleich mit dem Dinosaurier, um den Einstieg in die Beschreibung des Werkzeugs zum Erreichen des Valorismus zu finden. Ein Dinosaurier wächst heran und frisst, um immer größer zu werden, bis er ausgewachsen ist, aber weiter fressen muss, um sich zu erhalten. Der Kapitalismus ist ein nimmersatter Dinosaurier, der alles in sich hineinstopft, aber nicht mehr genug Futter findet, um seine Gier zu befriedigen. Also beginnt er, in seinem Magen und seinen Gedärmen Gase zu entwickeln, die ihm das scheinbare Gefühl von satt machendem Futter geben. Tatsächlich blähen ihn diese Gase aber immer mehr auf, schneller, als er diese Blähungen loswerden kann, bis er irgendwann platzt.

Die Gase, die den Kapitalismus nur scheinbar sättigen, werden durch das sich substanzlos aufblähende Finanz- und Währungssystem verursacht, das sich von realen Werten mit seinen ungedeckten Scheinprofiten mit steigender Geschwindigkeit entfernt, und mit dessen Hilfe Länder im Galopp immer neue ungedeckte Schulden produzieren. Eine Finanzkrise wie 2008 ist nur ein laues, wenn auch übel riechendes, Lüftchen im Vergleich zu dem Big Bang des Finanzsystems, was uns noch bevorsteht. Es ist zumindest zweifelhaft, ob das noch verhindert werden kann und überhaupt verhindert werden sollte. Aber wenn rechtzeitig die Alternative aufgebaut wird, wird der Zusammenbruch den Menschen und Unternehmen, die sich dem neuen System anschließen, nichts oder nicht viel anhaben können.

Es gilt, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln. Verantwortung für eine neue, für eine bessere Welt. Verantwortung übernehmen und handeln, statt sich nur in die Schar derjenigen einzureihen, die darauf hoffen, dass etwas von selbst geschieht. Eines ist klar, es muss Menschen geben, die für die Realisierung einer solchen Idee ganz vorne stehen und vorangehen müssen. Die entschlossen Überzeugungsarbeit leisten und andere begeistern, Widerstände überwinden und den Aufbau des neuen Systems in Gang setzen und leiten müssen. Wer dazu noch willens und in der Lage ist, darf sich seiner Verantwortung nicht entziehen. Meine Aufgabe sehe ich zuerst einmal darin, das neue System und die Initiative, die dorthin führen soll, zu beschreiben und erste Handlungsanweisungen dafür zu geben.

Voraussetzung für ein neues Wirtschafts- und Gesellschaftssystem ist ein neues Finanz- und Geldsystem. Das bestehende Finanz- und Geldsystem ist nicht mehr zu retten und muss in ein neues System überführt werden. Es muss der Wechsel vom substanzlosen Giralgeld zu einem Realwert unterlegten Geld vorgenommen werden. Zentralbanken wie der Europäischen Zentralbank genauso wie der US-amerikanischen Fed und anderen darf es nicht mehr erlaubt sein, die Märkte im Auftrag der Politik mit Geld zu fluten. Geld, das nur einen „Vertrauenswert“ hat – solange das Vertrauen in die Politik nicht verloren geht. Mit dem heraufziehenden und immer stärker werdenden Populismus erleben wir aber, wie dieses Vertrauen aufs Spiel gesetzt wird und verloren geht.

Inzwischen gibt es Alternativen neben staatlichen Geld, beispielsweise im Bereich von Kryptogeld oder regionalen Währungen. Durchaus mit der Perspektive, bei der Schaffung eines besseren Geldsystems und darauf aufbauend eines besseren Wirtschaftssystems beizutragen. Sofern es nicht nur Pseudosicherheit bietet oder dafür verwendet wird, nur die Spekulation anzuheizen. Bisher gab es aber kein überzeugendes alternatives Geld, das selbständig neben den staatlichen Währungen existieren könnte und das Potential hätte, staatliches Geld eines Tages zu ersetzen. Das damit auch die Grundlage bietet, ein damit verbundenes neues Wirtschaftssystem zu schaffen. Seit der Finanzkrise 2008 setze ich mich intensiver damit auseinander, das Modell dafür existiert mittlerweile auch schon einige Jahre, jetzt wird es handlungsfähig.

Ich habe der Initiative dafür den Namen TREEEC gegeben. Später mehr dazu, wie diese Bezeichnung zustande gekommen ist. TREEEC, und davon abgeleitet TREEEC MONEY (TRM), ist nicht nur alternatives Geld, sondern eine komplexe Gesamtlösung und ein Mittel, ein neues und besseres Wirtschaftssystem für einen großen, aber geschlossenen Kreis von Nutzern über Regionen und Länder hinaus entstehen zu lassen. Um dadurch eine neue und bessere Welt zu schaffen. Ein hoher Anspruch, längst nicht mehr nur denkbar, sondern auch machbar.

Dieser Beitrag ist bereits einmal in meinem Blog erschienen. Wegen seiner ungebrochenen Aktualität veröffentliche ich ihn mit Aktualisierungen erneut.

 

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